Seitenlage Säugling < 1 Jahr

Unter ärztlicher Leitung, ohne Anmeldung, vollkommen kostenfrei und ohne zeitliche Beschränkung – erlebe uneingeschränkten Wissensgewinn

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Seitenlage Säugling < 1 Jahr

Seitenlage beim Säugling (< 1 Jahr)

Erste Hilfe: So lagerst du dein Baby sicher in Seitenlage

Wenn dein Baby bewusstlos wirkt, aber normal atmet, ist die richtige Lagerung entscheidend. Die Seitenlage hilft dabei, die Atemwege freizuhalten und verhindert, dass Speichel oder Erbrochenes eingeatmet werden. Gerade im ersten Lebensjahr unterscheidet sich die Seitenlage jedoch von der klassischen stabilen Seitenlage bei älteren Kindern und Erwachsenen. Mit den richtigen Handgriffen kannst du dein Baby bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicher versorgen.

 

Wann ist die Seitenlage notwendig?

Die Seitenlage kommt immer dann zum Tragen , wenn dein Säugling bewusstlos oder nicht ansprechbar ist, aber normal atmet. Mögliche Ursachen sind beispielsweise ein Fieberkrampf, eine Kopfverletzung, eine schwere Infektion, eine Vergiftung oder andere Erkrankungen, die zu einer Bewusstseinsstörung führen. Auch wenn dein Baby erbricht oder viel Speichel im Mund hat, schützt die Seitenlage davor, dass Flüssigkeit in die Atemwege gelangt.

Atmet dein Kind nicht oder nicht normal, darfst du es nicht in die Seitenlage bringen. Beginne stattdessen sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen.

 

So erkennst du die Situation

Sprich dein Baby laut an und berühre es vorsichtig. Reagiert es nicht, überprüfst du sofort die Atmung. Hebt und senkt sich der Brustkorb regelmäßig und ruhig, liegt eine normale Atmung vor. Bei einem Säugling ist die normale Atmung deutlich schneller als bei Erwachsenen. 40-60 Atemzüge pro Minute sind normal. Schnappatmung oder einzelne unregelmäßige Atemzüge gelten nicht als normale Atmung.

Ein bewusstloser Säugling mit normaler Atmung benötigt eine sichere Seitenlage und eine kontinuierliche Kontrolle der Atmung.

 

So bringst du dein Baby in Seitenlage

Lege dein Baby vorsichtig auf eine feste Unterlage und drehe es behutsam auf die Seite. Der Kopf bleibt dabei in einer neutralen Position – weder weit nach hinten überstreckt noch auf die Brust gebeugt. So bleiben die empfindlichen Atemwege möglichst frei.

Stütze den Rücken deines Babys mit deiner Hand, einem zusammengerollten Handtuch oder einer kleinen Decke, damit es nicht zurück auf den Rücken rollt. Erbrochenes oder Speichel können so leichter aus dem Mund abfließen.

Kontrolliere die Atmung fortlaufend. Verschlechtert sie sich oder setzt sie aus, drehst du dein Kind sofort wieder auf den Rücken und beginnst unverzüglich mit der Wiederbelebung.

 

Wann muss der Rettungsdienst gerufen werden?

Wähle sofort den Notruf 112, wenn dein Säugling:

  • bewusstlos oder nicht ansprechbar ist
  • nicht normal atmet oder Atemprobleme entwickelt,
  • einen Krampfanfall hat,
  • blau oder grau verfärbt ist oder
  • sich sein Zustand verschlechtert.

 

Bleibe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei deinem Kind und überprüfe kontinuierlich die Atmung.

 

Wann ist eine ärztliche Untersuchung notwendig?

Jede Bewusstlosigkeit im Säuglingsalter muss ärztlich abgeklärt werden – auch wenn dein Baby schnell wieder wach wird und zunächst unauffällig wirkt.

Ist dein Säugling wieder vollständig ansprechbar und atmet normal, stelle ihn noch am selben Tag in einer Kinderklinik oder kinderärztlichen Notfallambulanz vor. So können mögliche Ursachen wie Infektionen, Stoffwechselstörungen, neurologische Erkrankungen oder Verletzungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Mit deinem Wissen auf Notfallbegleiter.de kannst du im Ernstfall ruhig handeln und deinem Baby bis zum Eintreffen der Rettungskräfte die bestmögliche Hilfe leisten.

Ähnliche Videos

Erste Hilfe Notfallbegleiter 45 Küche

Küche   Die Küche kindersicher machen Die Küche ist das Herz vieler Familien – und gleichzeitig einer der unfallträchtigsten Räume im Haushalt. Heiße Flüssigkeiten, scharfe Gegenstände, …

Unsere Notfallbegleiter