Verbandmaterial für Kinder
Gut vorbereitet: Das gehört in deine Hausapotheke
Kleine Verletzungen gehören zum Alltag mit Kindern. Ob Schürfwunde, Schnittverletzung oder kleine Verbrennung – mit dem richtigen Verbandmaterial kannst du viele Verletzungen schnell und sicher versorgen. Eine gut ausgestattete Hausapotheke hilft dir, im Ernstfall ruhig zu bleiben und deinem Kind sofort die passende Erste Hilfe zu leisten.
Wann wird Verbandmaterial benötigt?
Verbandmaterial kommt bei allen Verletzungen zum Einsatz, bei denen die Haut beschädigt ist. Dazu gehören Schürfwunden nach einem Sturz, Schnittverletzungen, Platzwunden, kleinere Verbrennungen oder Verbrühungen sowie stärkere Blutungen.
Die Wunde sollte möglichst sauber gehalten, vor Keimen geschützt und – falls nötig – die Blutung gestoppt werden. Je nach Verletzung wird unterschiedliches Verbandmaterial benötigt.
Das sollte in keiner Hausapotheke fehlen
Für die Erstversorgung von Kindern empfehlen sich:
- verschiedene Pflastergrößen,
- sterile Wundkompressen,
- elastische Fixierbinden/Mullbinden
- Dreiecktuch,
- sterile Wundauflagen,
- Wunddesinfektionsmittel für Kinder,
- Verbandsschere,
- Pinzette,
- Einmalhandschuhe,
- Kühlkompressen (nicht direkt auf die Haut legen) sowie
- eine Rettungsdecke.
Überprüfe regelmäßig das Verfallsdatum steriler Materialien und ersetze verbrauchtes Verbandmaterial rechtzeitig.
So versorgst du kleinere Wunden
Wasche zunächst deine Hände oder ziehe Einmalhandschuhe an. Reinige kleinere Wunden unter sauberem, fließendem Leitungswasser und entferne sichtbare Verschmutzungen vorsichtig. Bei stärker verschmutzten oder größeren Wunden sollte zusätzlich ein geeignetes Wunddesinfektionsmittel verwendet werden.
Kleine Schürf- oder Schnittwunden kannst du anschließend mit einem Pflaster abdecken. Größere Wunden versorgst du mit einer sterilen Kompresse und fixierst diese mit einer Mull- oder Fixierbinde.
Blutet eine Wunde stärker, übst du mit einer sterilen Kompresse direkten Druck auf die Verletzung aus. Lässt sich die Blutung nicht stillen, lege einen Druckverband an und suche ärztliche Hilfe.
Verbrennungen oder Verbrühungen können je nach Ausmaß und Alter eines Kindes vorsichtig gekühlt werden – jedoch nur, wenn keine Unterkühlung droht. Anschließend deckst du die Verletzung locker mit einer sterilen, nicht haftenden Wundauflage ab. Hier bieten sich aluminiumbeschichtete Kompressen an, da sie nicht mit der Verbrennungswunde verkleben.
Wann muss der Rettungsdienst gerufen werden?
Wähle sofort den Notruf 112, wenn dein Kind:
- stark oder unstillbar blutet,
- eine tiefe oder stark klaffende Wunde hat,
- eine Amputation oder schwere Quetschverletzung erlitten hat,
- nach einer Verletzung bewusstlos ist oder auffällig reagiert,
- großflächige oder tiefe Verbrennungen oder Verbrühungen hat oder
- die Verletzung lebensbedrohlich erscheint.
Wann ist eine ärztliche Untersuchung notwendig?
Eine ärztliche Untersuchung ist sinnvoll bei:
- tiefen oder stark klaffenden Wunden,
- Bissverletzungen,
- verschmutzten Wunden mit Fremdkörpern,
- Verletzungen im Gesicht, an Augen oder Genitalien,
- anhaltenden Blutungen,
- Anzeichen einer Infektion wie zunehmender Rötung, Schwellung, Eiter oder Fieber sowie
- wenn der Tetanusschutz überprüft werden muss.
Mit einer gut ausgestatteten Hausapotheke und deinem Wissen auf Notfallbegleiter.de kannst du viele Verletzungen sicher versorgen und deinem Kind schnell die richtige Hilfe geben.