Schürfwunde

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Schürfwunde

Schürfwunde bei Schulkindern und Jugendlichen

 

Erste Hilfe bei einer Schürfwunde

Schürfwunden gehören zu den häufigsten Verletzungen im Kindes- und Jugendalter. Sie entstehen meist bei Stürzen auf Asphalt, Pflastersteine oder andere raue Oberflächen. Obwohl sie oft harmlos sind, können sie durch die vielen freiliegenden Nervenenden sehr schmerzhaft sein. Mit der richtigen Wundversorgung lassen sich Infektionen vermeiden und die Heilung fördern.

 

Was passiert bei einer Schürfwunde?

Bei einer Schürfwunde werden die obersten Hautschichten durch Reibung abgetragen. Dabei entstehen kleine Verletzungen, aus denen Blut und Gewebsflüssigkeit austreten. Häufig bleiben außerdem Schmutz, Sand oder kleine Steinchen in der Wunde zurück.

Da die Haut ihre natürliche Schutzfunktion verliert, können Krankheitserreger leichter eindringen. Eine gründliche Reinigung der Wunde ist deshalb besonders wichtig.

 

Häufige Ursachen

Typische Ursachen sind:

  • Stürze mit dem Fahrrad, Roller oder Skateboard,
  • Sportunfälle,
  • Stolpern auf Asphalt oder Pflaster,
  • Stürze auf dem Schulhof oder Spielplatz,
  • Rutschen auf rauen Oberflächen.

 

Symptome

Eine Schürfwunde erkennst du an:

  • oberflächlich abgeschürfter Haut,
  • leichten Blutungen oder Nässen der Wunde,
  • brennenden Schmerzen,
  • Rötung,
  • kleinen Schmutzpartikeln in der Wunde.

 

Größere Schürfwunden können stärker nässen und sehr schmerzhaft sein.

 

Erste Hilfe

    • Bewahre zunächst Ruhe und beruhige dein Kind.
    • Wasche dir nach Möglichkeit die Hände oder desinfiziere sie.
    • Spüle die Schürfwunde gründlich mit sauberem, fließendem Leitungswasser aus. Entferne dabei vorsichtig Sand, Erde oder kleine Steinchen. Sind Fremdkörper tief eingedrungen oder lassen sie sich nicht entfernen, sollte die Wunde ärztlich untersucht werden.
    • Lass kleine Blutungen kurz ausbluten. Dadurch werden Schmutz und Keime teilweise aus der Wunde gespült.
    • Tupfe die Umgebung der Wunde vorsichtig trocken und decke sie anschließend mit einer sterilen, nicht haftenden Wundauflage oder einem geeigneten Pflaster ab. Moderne feuchte Wundauflagen können Schmerzen verringern und die Heilung fördern.
    • Wechsle den Verband regelmäßig oder früher, wenn er verschmutzt oder durchnässt ist.

 

Häufige Fehler

  • Ein häufiger Fehler ist es, Schmutz in der Wunde zu belassen. Dadurch steigt das Risiko einer Infektion und es können dauerhaft kleine dunkle Verfärbungen (“Schmutztätowierungen”) entstehen.
  • Verwende keine aggressiven Reinigungsmittel, Alkohol oder Wasserstoffperoxid direkt in der Wunde. Diese können gesundes Gewebe schädigen und die Heilung verzögern.
  • Reibe die Wunde nicht trocken und entferne keinen fest haftenden Schorf. Der Schorf schützt die Wunde während der Heilung.

 

Wann muss der Rettungsdienst gerufen werden?

Wähle sofort den Notruf 112, wenn:

  • die Schürfwunde Teil eines schweren Unfalls ist,
  • starke Blutungen nicht gestoppt werden können,
  • zusätzlich eine schwere Kopf-, Brustkorb- oder Bauchverletzung vermutet wird,
  • dein Kind bewusstlos ist oder nicht normal atmet.

 

Wann sollte dein Kind ärztlich untersucht werden?

Eine ärztliche Untersuchung ist sinnvoll, wenn:

  • große Hautflächen betroffen sind,
  • die Wunde stark verschmutzt ist und sich nicht vollständig reinigen lässt,
  • tief sitzende Fremdkörper vorhanden sind,
  • die Schürfwunde im Gesicht liegt,
  • eine zunehmende Rötung, Schwellung, Eiter oder Fieber auf eine Infektion hinweisen,
  • starke Schmerzen bestehen,
  • der Tetanus-Impfschutz unklar oder nicht vollständig ist.

 

Was passiert im Krankenhaus oder in der Arztpraxis?

Die Wunde wird gründlich gereinigt und von verbliebenen Schmutzpartikeln befreit. Bei Bedarf werden spezielle Wundauflagen angelegt und der Tetanus-Impfschutz überprüft. Nur selten sind bei Schürfwunden weitere Behandlungen notwendig.

 

Merke

  • Schürfwunden entstehen durch Reibung und betreffen meist die obersten Hautschichten.
  • Reinige die Wunde gründlich mit sauberem Leitungswasser und entferne Schmutz sorgfältig.
  • Decke die Wunde anschließend steril oder mit einem geeigneten Pflaster ab.
  • Verwende keine aggressiven Hausmittel oder Desinfektionsmittel direkt in der Wunde.
  • Achte auf Anzeichen einer Infektion und überprüfe den Tetanus-Impfschutz.
  • Bei großen, stark verschmutzten oder infizierten Schürfwunden sollte dein Kind ärztlich untersucht werden.

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