Ansprechbares Kind

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Ansprechbares Kind

Ansprechbares Kind –
Erste Hilfe bei Säuglingen und Kindern

 

Was bedeutet „ansprechbar“?

Reagiert dein Kind auf deine Stimme, öffnet die Augen, weint, bewegt sich gezielt oder beantwortet Fragen, ist es ansprechbar. Das ist zunächst ein gutes Zeichen, bedeutet jedoch nicht, dass keine ernsthafte Verletzung oder Erkrankung vorliegt.

Auch ein ansprechbares Kind kann sich innerhalb kurzer Zeit verschlechtern. Deshalb ist es wichtig, den Allgemeinzustand, die Atmung und das Verhalten deines Kindes kontinuierlich zu beobachten.

 

Symptome richtig erkennen

Verschaffe dir zunächst einen Überblick. Atmet dein Kind ruhig und ohne Anstrengung? Ist die Haut rosig oder wirkt sie blass, grau oder bläulich? Reagiert dein Kind altersentsprechend oder wirkt es ungewöhnlich schläfrig, verwirrt oder apathisch?

Achte außerdem auf Schmerzen, Blutungen, Schwellungen, Hautausschläge, Verbrennungen oder Fehlstellungen von Armen und Beinen.

Warnzeichen sind eine erschwerte Atmung, pfeifende Atemgeräusche, anhaltendes Erbrechen, Krampfanfälle, zunehmende Schläfrigkeit, starke Schmerzen oder wenn sich der Zustand deines Kindes verschlechtert.

Merke: Ein ansprechbares Kind kann sich jederzeit verschlechtern. Beobachte deshalb Atmung, Bewusstsein und Allgemeinzustand kontinuierlich, bis medizinische Hilfe übernommen hat oder dein Kind wieder vollständig gesund wirkt.

 

Erste Hilfe

Bleibe ruhig und vermittle deinem Kind Sicherheit.

Bringe dein Kind – wenn möglich – in eine bequeme Position. Bei Atemnot hilft häufig ein aufrechter Oberkörper. Liegt eine Verletzung vor, vermeide unnötige Bewegungen.

Versorge sichtbare Verletzungen, stille Blutungen durch direkten Druck und kühle Prellungen oder kleinere Verbrennungen entsprechend den aktuellen Erste-Hilfe-Empfehlungen.

Gib deinem Kind nichts zu essen oder zu trinken, wenn eine Operation möglich sein könnte, es stark benommen ist oder sich erbricht.

Beobachte dein Kind kontinuierlich. Verschlechtert sich der Zustand oder wird dein Kind bewusstlos, überprüfe sofort die Atmung und beginne gegebenenfalls mit den entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen.

 

Wann dein Kind zum Kinderarzt sollte

Eine kinderärztliche Untersuchung ist sinnvoll, wenn dein Kind Fieber entwickelt, anhaltende Schmerzen hat oder sich nach einem Sturz, einer Verbrennung oder einem Insektenstich Beschwerden zeigen.

Auch wiederholtes Erbrechen, auffällige Müdigkeit, Trinkschwäche, ein Hautausschlag oder ein verändertes Verhalten sollten ärztlich abgeklärt werden.

Vertraue auch deinem Bauchgefühl. Wenn dir dein Kind anders vorkommt als sonst oder du dir Sorgen machst, solltest du es ärztlich untersuchen lassen.

 

Wann sofort der Rettungsdienst erforderlich ist

Rufe sofort den Rettungsdienst unter 112, wenn dein Kind Atemnot entwickelt, bläuliche Lippen oder Haut zeigt oder zunehmend schläfrig, verwirrt oder bewusstseinsgetrübt wirkt.

Auch Krampfanfälle, starke Blutungen, schwere Verbrennungen, eine schwere allergische Reaktion, Vergiftungen, starke Schmerzen nach einem Unfall oder ein Sturz aus größerer Höhe mit Warnzeichen erfordern sofortige notfallmedizinische Hilfe.

Alarmiere den Rettungsdienst außerdem, wenn dein Kind trotz Husten plötzlich nicht mehr sprechen, schreien oder atmen kann oder wenn sich sein Zustand rasch verschlechtert.

Atmet dein Kind nicht mehr normal, beginne sofort mit der Wiederbelebung und folge den Anweisungen der Rettungsleitstelle.

 

Notfällen vorbeugen

Viele Notfälle lassen sich durch eine sichere Umgebung vermeiden. Sichere Steckdosen und Treppen, bewahre Medikamente und Reinigungsmittel außerhalb der Reichweite deines Kindes auf und verwende altersgerechte Kindersitze, Helme und Schutzausrüstung. Ebenso wichtig ist es, regelmäßig die Maßnahmen der Kindernotfallreanimation zu üben. Im Ernstfall helfen dir Wissen und Ruhe, deinem Kind schnell und sicher zu helfen.

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