Schwäche & Schwindel

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Schwäche & Schwindel

Schwäche und Schwindel –
Erste Hilfe bei Säuglingen und Kindern

 

Warum Schwäche und Schwindel auftreten

Schwäche und Schwindel sind keine eigenständigen Erkrankungen, sondern Anzeichen dafür, dass der Körper deines Kindes vorübergehend aus dem Gleichgewicht geraten ist. Häufige Ursachen sind Flüssigkeitsmangel, Fieber, Erbrechen oder Durchfall, zu lange Essenspausen mit niedrigem Blutzucker oder starke Hitze. Auch schnelles Aufstehen, langes Stehen oder ein Infekt können den Kreislauf belasten.

Seltener stecken Blutarmut, Herzrhythmusstörungen, Stoffwechselerkrankungen, Vergiftungen oder neurologische Erkrankungen dahinter. Deshalb sollte insbesondere eine erstmalige oder wiederkehrende Episode ärztlich abgeklärt werden.

 

Symptome richtig erkennen

Säuglinge können Schwindel nicht äußern. Sie wirken häufig plötzlich ungewöhnlich blass, schlapp, schläfrig oder trinken schlechter als sonst.

Kleinkinder klagen oft darüber, dass ihnen „schwindelig“ ist oder „alles wackelt“. Sie wirken unsicher beim Gehen, möchten sich plötzlich hinlegen oder verlieren kurzzeitig das Gleichgewicht. Häufig treten zusätzlich kalter Schweiß, Übelkeit oder Erbrechen auf.

Alarmzeichen sind Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle, Atemnot, bläuliche Lippen, starke Benommenheit oder wenn dein Kind nicht mehr normal auf dich reagiert.

 

Erste Hilfe

Bleibe ruhig und lege dein Kind an einen sicheren Ort.

Ist dein Kind ansprechbar, lege es flach hin und lagere die Beine leicht hoch. Dadurch wird die Durchblutung des Gehirns unterstützt. Besteht Atemnot, sollte dein Kind stattdessen mit leicht erhöhtem Oberkörper gelagert werden.

Lockere enge Kleidung am Hals und sorge für frische Luft oder bringe dein Kind an einen kühlen, schattigen Ort.

Sobald dein Kind wieder vollständig wach ist und sicher schlucken kann, biete ihm kleine Schlucke Wasser an. Besteht der Verdacht auf einen niedrigen Blutzucker und dein Kind ist wach und orientiert, können bei älteren Säuglingen und Kindern zusätzlich zuckerhaltige Getränke oder schnell verfügbare Kohlenhydrate hilfreich sein.

Lasse dein Kind nicht allein und beobachte aufmerksam, ob sich der Zustand bessert oder verschlechtert.

Ist dein Kind bewusstlos, aber atmet normal, bringe es in die stabile Seitenlage und kontrolliere die Atmung bis der Rettungsdienst eintrifft.

 

Wann dein Kind zum Kinderarzt sollte

Eine kinderärztliche Untersuchung ist sinnvoll, wenn Schwäche oder Schwindel erstmals ohne erkennbare Ursache auftreten oder wiederholt vorkommen.

Auch anhaltende Müdigkeit, Trinkschwäche, häufiges Erbrechen, Kopfschmerzen, Sehstörungen oder eine auffällige Blässe sollten ärztlich abgeklärt werden. Der Kinderarzt kann unter anderem einen Flüssigkeitsmangel, eine Blutarmut, Stoffwechselstörungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausschließen.

Wann sofort der Rettungsdienst erforderlich ist

Rufe sofort den Rettungsdienst unter 112, wenn dein Kind bewusstlos wird oder sich nach kurzer Zeit nicht vollständig erholt.

Auch Atemnot, Krampfanfälle, bläuliche Lippen, starke Benommenheit, Teilnahmslosigkeit oder Bewusstseinsstörungen sind Warnzeichen eines medizinischen Notfalls.

Alarmiere den Rettungsdienst außerdem, wenn die Beschwerden nach einem Sturz auf den Kopf auftreten, nach einer möglichen Vergiftung oder Medikamenteneinnahme entstehen oder von starken Brustschmerzen, Herzrasen oder Herzstolpern begleitet werden.

Atmet dein Kind nicht normal, beginne sofort mit der Wiederbelebung und folge den Anweisungen der Rettungsleitstelle.

 

Schwäche und Schwindel vorbeugen

Achte darauf, dass dein Kind regelmäßig trinkt und besonders bei Hitze oder Fieber ausreichend Flüssigkeit erhält. Vermeide lange Essenspausen und biete insbesondere aktiven Kindern regelmäßige Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten an. An heißen Tagen helfen leichte Kleidung, Schatten und ausreichend Ruhepausen, den Kreislauf zu entlasten. So lassen sich viele Kreislaufprobleme im Alltag vermeiden

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