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Wenn ein Kind plötzlich sehr schnell atmet, über Kribbeln in Händen oder Lippen klagt und das Gefühl hat, keine Luft mehr zu bekommen, wirkt die Situation auf Eltern oft beängstigend. Tatsächlich steckt hinter einer Hyperventilation jedoch kein Sauerstoffmangel, sondern eine vorübergehende Störung des natürlichen Atemrhythmus – die Kinder atmen stressbedingt zu schnell. Die Beschwerden können sehr ausgeprägt sein, sind aber in den meisten Fällen ungefährlich und verschwinden wieder, sobald sich die Atmung normalisiert.
Trotzdem gilt:
Nicht jede schnelle Atmung ist eine Hyperventilation. Asthma, allergische Reaktionen, Herz- oder Lungenerkrankungen sowie andere Notfälle können ähnliche Beschwerden verursachen und müssen ausgeschlossen werden.
Diese Symptome sind zwar unangenehm, bilden sich aber zurück, sobald sich die Atmung wieder beruhigt.
Bei Schulkindern und Jugendlichen tritt Hyperventilation häufig auf durch:
Seltener kann eine schnelle Atmung Ausdruck einer körperlichen Erkrankung sein, beispielsweise bei:
Deshalb sollte insbesondere beim ersten Auftreten oder bei unklarer Ursache immer sorgfältig geprüft werden, ob tatsächlich eine Hyperventilation vorliegt.
Typische Beschwerden entwickeln sich oft innerhalb weniger Minuten.
Dazu gehören:
Die Kinder bleiben dabei meist ansprechbar und der Sauerstoffgehalt des Blutes ist häufig normal – sie sehen rosig aus. Bei echter Atemnot durch eine schwere Erkrankung würde sich die Haut bläulich färben.
Wichtig:
Die früher häufig empfohlene Rückatmung in eine Papier- oder Plastiktüte wird heute nicht mehr empfohlen. Dahinter steckt die Gefahr, dass bei einer Fehleinschätzung – beispielsweise bei Asthma, einer allergischen Reaktion oder einer anderen ernsten Erkrankung – ein gefährlicher Sauerstoffmangel verstärkt werden könnte.
Das Kind kann sich aber die Hände schalenartig über Mund und Nase halten. Dabei erfolgt die Rückatmung von Kohlendioxid, gleichzeitig ist aber zwischen den Fingern ausreichend Platz für Sauerstoff.
Wähle sofort den Notruf 112, wenn dein Kind:
Eine ärztliche Untersuchung ist sinnvoll:
Zunächst wird überprüft, ob tatsächlich eine Hyperventilation vorliegt oder ob eine andere Ursache für die Atemnot verantwortlich ist. Dazu werden Atmung, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und der allgemeine Zustand beurteilt. Je nach Situation können weitere Untersuchungen wie Blutuntersuchungen, ein EKG oder eine Lungenfunktionsprüfung erforderlich sein.
Bestätigt sich eine stressbedingte Hyperventilation, reichen häufig Aufklärung, Atemtechniken und Beruhigung aus. Treten die Beschwerden wiederholt auf, kann eine weiterführende kinderärztliche oder psychologische Betreuung sinnvoll sein.
Allergie | Asthma | Atemnot | Krampfanfall | Nicht ansprechbar | Schwindel | Vergiftung

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